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Marokko, in Nordwestafrika gelegen, ist eine der wenigen fortbestehenden Monarchien der arabischen Welt. Der Teilstaat Westsahara befindet sich unter marokkanischer Verwaltung, sein politischer Status ist umstritten.

Offizieller Name: Al-Mamlakah al-Maghribiyah (Kingdom of Morocco)

Staatsform: Konstituelle Monarchie

Staatsführung: König

Regierungsführung: Premierminister

Politisches System: Konstitutionelle Monarchie seit 1962, Verfassung von 1972. Wahlrecht ab 20 Jahre. Parlament mit Nationalversammlung und 325 Sitze, Direktwahl alle 5 Jahre sowie dem Senat mit 270 Sitzen und Wahl alle 9 Jahre durch Gemeinderäte und Berufsverbände.

Landesfläche: 446.550 qkm (Weltrang 56)

Gliederung: 16 Regionen, 65 Provinzen

Hauptstadt: Rabat

      

 Offizielle Sprache: Arabisch

Staatsreligion: Islam

Währung: 5 Dirham = 1DM Bevölkerung: 27,225,000

Bevölkerungsdichte : 59,4 Menschen je qkm

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Araber 70%; Berber 30%; andere 1%

Religionszugehörigkeit: Muslim 98.7%; Christen 1.1%

Größte Städte: Casablanca 2,941,000; Rabat-Salé 1,386,000; Fès 510,000

Wirtschaft, Verkehr: Marokko besitzt über 75% der Weltreserverven an Phosphorit; 12% des Landes sind bewaldet.Wichtigster Hafen ist Casablanca, Tanger war von 1925 bis 1956 internationaler Hafen, seit der Unabhängigkeit wieder marokkanisch. Insgesamt 8 größere Häfen und 15 Flughäfen.

Internationales Kennzeichen: MA

Nationalfeiertag: 3. März (Tag der Thronbesteigung Hasans II. im Jahre 1961); 18. November (Tag der Unabhängigkeit)

Geographische Lage: 1º W - 16º W / 23º N - 36º N

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Jebel Toubkal 4165 m; längster Fluss --> Moulouya 515 km.

Geographie: Marokko besteht hauptsächlich aus Gebirgen und Hochebenen,. Im Nordosten bildet das bogenförmige Kalksteingebirge Rif die Mittelmeerküste; westlich des Rif breitet sich der Rharb aus, eine Tiefebene aus Schwemmland. Das Atlasgebirge durchzieht Marokko von Südwesten in nordöstliche Richtung wie ein Rückgrat und fächert sich zur algerischen Grenze hin in verschiedene Hochebenen auf., In nordwestlicher Richtung fällt es stufenweise zur Atlantikküste ab. Hier finden sich die fruchtbarsten Regionen und die bedeutendsten Städte des Landes. Das Atlasgebirge gliedert sich in drei Ketten mit dem Hohen Atlas in der Mitte, dem Mittleren Atlas im Nordwesten und der wesentlich flacheren, dem Anti-Atlas, im Südwesten. Die bedeutendsten Wasserläufe sind Gebirgsflüsse. Vorherrschend sind Marokko ist ein gemäßigtes Mittelmeerklima mit heißen Sommern und milden, feuchten Wintern. Im südlichen Landesinneren wird das Klima zunehmend trocken und extrem. Die Niederschläge sind unregelmäßig. Dürren und Überschwemmungen wechseln sich ab. Die Tiefebenen bestehen vor allem aus Busch- und Grasland, das nach Süden hin karger und dorniger wird. In den Wüstenoasen gedeihen Dattelpalmen. An den nördlichen Gebirgshängen finden sich ausgedehnte Wälder aus immergrünen Eichen und Zedern, in den tiefergelegenen Gebieten herrschen Thuja, Wacholder und Ginster vor. Im Rharb und im Rif sind weite Regionen mit Korkeichen bewachsen. Die Tierwelt Marokkos ist weitgehend mediterran, wird aber bereichert durch Cuvier-Gazellen und Berberaffen. Der Fennek (Großohrfuchs) lebt als Wüstentier im Süden., Mufflons gibt es in den Schluchten der Gebirge.

Klima In Marokko gibt es drei Klimaregionen: Die Küsten sind vom Mittelmeerklima geprägt, das Innere vom Steppenklima und der Süden vom Wüstenklima. Es erstrecken sich von Nordosten nach Südwesten vier Gebirgszüge: Rif (höchster Gipfel 2456 m), Mittlerer Atlas (3340 m), Hoher Atlas (4165 m) und Anti- Atlas (2531 m). Dem Anti- Atlas ist im Nordwesten ein 200 km breites Hochland (700 m) vorgelagert, welches stufenweise zur Atlantikküste abfällt und im Norden durch die Küstenkette des Rif begrenzt wird. Das ganze Jahr über haben die Küstengebiete subtropisches Klima, in denen die Durchschnittstemperaturen nur leicht abweichen. In den Wintermonaten November bis März beträgt die durchschnittliche Temperatur etwa 16°C und es ist teilweise sehr regnerisch, die Temperaturen im Sommer liegen bei 24-26°C. Im Binnenhochland herrscht kontinentales Klima mit sehr heißen, trockenen Sommern, bei Durchschnittstemperaturen um 30-32°C. Die Tagestemperaturen zwischen 37 und 40°C sind keine Seltenheit.
Beste Reisezeit: Für die Mittelmeer- und Atlantikküste empfiehlt sich die Zeit von April bis November, wogegen für das Landesinnere die Monate Oktober bis Mai.

HöheTemp. JanuarTemp. JuliNiederschlag (Jahr, mm)Rabat651322564Ressourcen: Phosphate, Eisenerz, Blei, Mangan, Zink, Salz, Kohle, Fischereiprodukte, Tourismus.

Zeitzone: MEZ -1,0 Stunde(n)

 

Durchschnittliches Jahreseinkommen je Einwohner: 1.245 $ (US)

Geburtsrate je 1000 Menschen: 27,9 (Weltdurchschnitt. 25.0).

Todesrate je 1000 Menschen: 6,0 (Weltdurchschnitt 9.3).

Wirtschaftliche und soziale Kennziffern:

Dienstleistung: (in %)49,7Industrie: (in %)30,8Landwirtschaft: (in %)19,5BSP/Kopf: (US$)1260Inflation: (in %)2,8Arbeitslosigkeit: (in %)30Urbanisierung: (in %)51,4Bev.-Wachstum/Jahr: (in %)1,8Kindersterblichkeit: (in %)5,1Einwohner pro Arzt:4415Bildung: Schulpflicht von 7 bis 13 Jahren: Einschulungsquote im Primarbereich 71,5%. 11 Universitäten. Trotz finanzieller Anstrengungen - der Staat gibt 22,6% des Haushaltes für Bildung aus - ist die Analphabetenrate immer noch sehr hoch: Männer 43%, Frauen 69%.

Armee: Allgemeine Wehrpflicht. 196,300 Mann (Heer 89,1%; Marine 4%; Luftwaffe 6,9%). Anteil des Militärbudgets am Staatshaushalt: 13,8%.

Am 17.11.1915 offiziell eingeführt. Die rote Flagge der gegenwärtigen Dynastie ist schon seit über 300 Jahren in Gebrauch. Das grüne Salamonsiegel ist im Jahr 1915 offiziell festgestellt worden. Als Marokko 1956 unabhängig wurde, hat man diese Flagge übernommen.

Kurzinfo: Römische Legionen intervenierten schon 42 v. Chr. im Land der Berber, das im 7. Jahrhundert von den Arabern erobert wurde. 711 beteiligten sich die Berber an der muslimischen Eroberung Spaniens, was Andalusien bis heute kulturell beeinflußt. Erst 1492, im Jahr der Entdeckung Amerikas, gelang den Spaniern die vollständige Rückeroberung. Den Wettlauf um kolonialen Einfluß in Marokko konnte schließlich Frankreich im wesentlichen für sich entscheiden: im Vertrag von Fes 1912 wurde Marokko Protektorat, Spanien erhielt das Rifgebirge und den Süden. Seit den 20er Jahren, bis einschließlich 1934, kämpften Berberstämme gegen die Europäer, die dem Land erst 1956 die Souveränität zurückgaben. König Hassan II. führte sein Land von der absoluten zur konstitutionellen Monarchie, unterdrückte schwere Unruhen mit jahrelangem Ausnahmezustand (1965 - 1970), führt seit 1975 Krieg gegen die Polisario-Front in Westsahara - und übergab im März 1998 die Regierungsgeschäfte an Marokkos ersten sozialistischen Regierungschef. Auch mit dem Sozialisten Abdel el-Rahman Jussufi als Premier bleibt die Machtfülle des Königs tabu - der starke Mann im neuen Kabinett, Innenminister Dris Basri, ist enger Vertrauter des Monarchen, weitere Schlüsselpositionen wie z.B. Justiz, Religion und Verteidigung bleiben in den Händen von Königstreuen. Gleichwohl signalisiert der kontrollierte Wechsel unter Einbeziehung der früheren Opposition in die Regierung die Chance, Probleme wie Arbeitslosigkeit, Strukturwandel und die Rückgabe der spanischen Afrika-Enklave Melilla und Ceuta zu lösen. In seiner ersten Rede an die Nation nach der Thronbesteigung bekannte sich der neue marokkanische König Mohammed VI. (35) am 30.7.1999 in Rabat zu Rechtsstaat, politischen Pluralismus und zur Achtung der Menschenrechte. Zugleich beschloss er die Freilassung von etwa 8000 Häftlingen und für rund 38 000 Strafgefangene teils erhebliche Strafminderungen. Mohammed VI. versprach in seiner Thronrede, er werde seinen am 23.7.1999 verstorbenen Vater Hassan II. ehren, indem er dessen marktwirtschaftliche Reformen fortsetze und sich um Frieden in der Region bemühe. Dem für den demokratischen Wandel in Marokko stehenden sozialistischen Ministerpräsidenten Abderrahman Youssoufi sicherte er volle Unterstützung zu.

Reiseinformationen:

Das Auswärtige Amt sieht keinen Anlass, von Reisen nach Marokko abzuraten.

Lediglich vom Grenzübertritt von und nach Mauretanien über die Westsahara wird grundsätzlich abgeraten. Eine konsularische Betreuung durch die Botschaft Rabat ist dort aus praktischen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Beim Grenzübertritt von Mauretanien in die Westsahara ist zudem eine Gefährdung durch nicht gekennzeichnete Minenfelder nicht auszuschließen.

Das Sicherheitsniveau in Marokko ist generell recht hoch. Körperliche Angriffe sind selten, kleinere Betrügereien oder Diebstähle sind jedoch nicht ungewöhnlich.

 

 

 

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