Fachbereich Informatik und Mathematik
Institut für Informatik
Professur für Datenbanken und Informationssysteme
Professur für Künstliche Intelligenz und Softwaretechnologie
Uni Frankfurt Institut für Informatik
KIST DBIS

Grundlagen der Programmierung 2 [PRG-2]

Sommersemester 2018

Hinweise zum Haskell-Compiler GHC und Interpreter GHCi

Auf den RBI-Rechnern

Der GHC bzw. GHCi sind auf diesen Rechnern bereits installiert. Der GHCi ist mittels /opt/rbi/bin/ghci bzw. ghci aufrufbar.

Installation auf anderen Rechnern

Haskell Plattform
Die Haskell Plattform bündelt den GHC Haskell-Compiler und Interpreter mit verschiedenen Bibliotheken und Programmierwerkzeugen. Die Plattform ist für Windows, Linux und Mac Betriebssysteme verfügbar unter: http://hackage.haskell.org/platform.

Hinweise zum Verfassen von Quelltexten

Dateiendung .hs oder .lhs
Quelltexte in Haskell müssen in Dateien mit der Endung .hs gespeichert werden.
(Als Variante kann auch Literate Haskell (siehe http://www.haskell.org/haskellwiki/Literate_programming) verwendet werden, wobei in diesem Fall die Dateiendung .lhs lautet.)
Erstellen und Bearbeiten der Quelltexte mit einem Texteditor
Zum Bearbeiten der Quelltexte benötigen Sie einen Texteditor. Verwenden Sie kein Textverarbeitungsprogramm (wie MS Word oder OpenOffice), sondern einen Texteditor. Einige sind im Folgenden aufgelistet:

Linux

Unter Linux stehen z.B. die Editoren kate, gedit, vim und emacs zur Verfügung.

MS Windows

Für MS Windows sind z.B. Notepad++ (notepad-plus-plus.org) oder vim (www.vim.org/download.php) empfehlenswert.

Mac OS X

Für Mac OS X sei TextWrangler www.barebones.com/products/textwrangler empfohlen.
Einstellung des Texteditors
Für alle Editoren empfiehlt es sich die folgende Einstellung vorzunehmen, die Ihnen das Programmieren sehr erleichtern wird:

Haskell berücksichtigt die Einrückung beim Verarbeiten des Quelltexts. Dadurch kann man viele Klammerungen und Trennungen durch Semikolons weglassen. Haskell zählt dabei für einmaliges Drücken der Tab-Taste 8 Leerzeichen, viele Editoren zeigen jedoch weniger Leerzeichen an. Daher sollte entweder die Tabulatorbreite im Editor auf 8 gesetzt werden, oder noch besser: Den Editor so einstellen, dass Tabulatoren automatisch vom Editor durch Leerzeichen ersetzt werden.

Erste Schritte

Nachdem Sie die Haskell-Platform installiert haben und die Benutzung des Editors geübt haben, sollten Sie die Benutzung des GHCi üben. Interpreter-Kommandos beginnen mit einem Doppelpunkt, einige wesentliche Kommandos sind:

  • mit :quit können Sie den Interpreter verlassen.
  • mit :load Dateiname können Sie Quelltext laden.
  • mit :reload können Sie die zuletzt geladene Datei neu laden (z.B. wenn Sie sie im Editor verändert und gespeichert haben).
  • mit :help erhalten Sie eine Übersicht über die GHCi-Kommandos.

Man kann die Interpreter-Kommandos auch verkürzt eingeben, d.h. z.B. :l statt :load, :r statt :reload, :q statt :quit.

Im Interpeter können Sie Ausdrücke direkt auswerten lassen (indem Sie eben gerade keinen Doppelpunkt am Anfang verwenden). Das letzte berechnete Ergebnis ist dabei über den Namen it (für "es") verfügbar, was beim Testen oft hilfreich ist.

Einige Beispiele dafür sind:

Schließlich empfielt es sich, im GHCi die Pfeil-oben / Pfeil-unten Tasten auszuprobieren: Damit können Sie zu zuvor eingegebenen Aufrufen springen, ohne diese erneut einzutippen.

(c) 2018 KIST, Impressum, Datenschutzerklärung